Projekte‎ > ‎

mjo2013

mjo - advent-ures:
marburgjazzorchestra* meets Marburger Oktett


Der ein oder andere mag es für ein abenteuerliches Unterfangen gehalten haben, ein achtstimmiges Vokalensemble und eine Jazzbigband in einem vorweihnachtlichen Doppelkonzert zu kombinieren, doch weit gefehlt! Die (un)heimliche Leidenschaft beider Formationen – nicht nur in der Lahnstadt in ihrem Metier jeweils eine feste Größe – im Advent rotnasige Rentiere in Winterwunder-landschaften musikalisch abzufeiern musste zwangsläufig zu diesem kongenialen Ohrenschmaus-Gipfeltreffen führen. Während das Oktett an diesem Abend einen weiten Bogen vom feierlichen Ave Maris Stella bis hin zu Bing-Crosby-Evergreens spannte, steuerte das marburgjazzorchestra* im doppelten Sinn einen Klassiker bei: Tschaikowskis Nussknacker-Suite in der legendären Adaption von Duke Ellington / Billy Strayhorn. Needless to say: Ein Abend mit Fußwippgarantie!

siehe auch: www.marburger-oktett.de


The Nutcracker:

Die „Nussknacker-Suite“ ist zweifellos eines der eingängigsten Werke der klassischen Musik, es ist aber auch ein Stück voller Ironie. Angeblich war die Suite eines der Werke seines Schaffens, die Pjotr Iljitsch Tschaikowsky am wenigsten mochte. Aber wie auch immer der Komponist selbst darüber dachte, „Der Nussknacker“ (ob als Ballett oder als Orchestersuite) ist nicht nur eines der meistgespielten Stücke Tschaikowskys, er ist auch eines der beliebtesten Werke der gesamten Musikgeschichte.

Es konnte nicht ausbleiben, dass es Duke Ellington Ende der fünfziger Jahre reizte, sich zusammen mit Billy Strayhorn der "Nutcracker Suite" anzunehmen und daraus ein weit über das Genre des „swinging the classics“ hinausgehendes, völlig neues, eigenständiges und eigenwilliges Werk zu schaffen. Die Reihung der Titel folgt nur ungefähr dem Original und auch die Namen sind sehr frei variiert. Grundelemente der Melodien behalten Ellington und Strayhorn bei und zwar nur soweit, dass man die Originalphrasen immer wieder aufblitzen hört. Ganz kühn rücken Ellington und Strayhorn z.B. dem "Valse des Fleurs", "Blumenwalzer" zu Leibe. Hier heißt er nun "Waltz of the Floreadores" - das sind übrigens "Trick Ropers", Artisten mit Lasso und Seil - und wo im Original Harfen, Waldhörner und Violinen zu einem schwelgerischen und durch dunkle Passagen auch schwermütigen Walzer im Dreivierteltakt aufspielen, zieht bei Ellington eine höllisch swingende Jazzband alle Register ihres Könnens bei einem Tanz, in dem kein einziger Dreivierteltakt mehr vorkommt.

Konzerte

Sonntag, 08. Dezember: Waggonhalle Marburg

Presse

Artikel in der Oberhessischen Presse vom Dezember 2013 

Programm Advent(ures) 2013

Marburger Oktett

Ave Maria Stella
Maria durch ein Dornwald ging
Quia respexit humilitatem
Canto a lemanjá
Et exultavit spiritus meus
Ding Dong! Merrily on High!
In the bleak midwinter
Go tell it on the mountains
Jingle bells
Rudolph, the rednosed reindeer
White christmas
Deck the hall

marburgjazzorchestra*

The Nutcracker Suite (Ellington - Strayhorn - Tschaikowski):

Toot Toot Tootie Toot (Dance of the Reed-Pipers)
Peanut Brittle Brigade (March)
Sugar Rum Cherry (Sugar Plum Fairy)
Entr'acte
The Volga Vouty (Russian Dance)
Chinoiserie (chinese Dance)
Arabesque Cookie (Arabian Dance)
Danse of the Floreadores (Waltz of the Flowers)

Comments