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mjo2006

"Tijuana Monster" - The Music of Carla Bley & Maria Schneider

In 2006 stehen die amerikanischen Komponistinnen Carla Bley und Maria Schneider im Mittelpunkt.

Ein halbes Jahr hat sich das MJO auf die Auftritte vorbereitet. Als besonderes Highlight konnte einer der besten Jazz-Trompeter Europas gewonnen werden: Hans-Peter Salentin, Trompeter bei "Harald Schmidt" und Professor an der Hochschule fuer Musik in Würzburg hat nicht nur ein Wochenende lang mit dem MJO gearbeitet, sondern wird auch bei allen Konzerten mit von der Partie sein.

Das Programm ist aussergewöhnlich. Es ist Musik, die man nicht alle Tage zu hoeren bekommt. Bigband-Jazz vom Feinsten: Mal gradlinig und schnörkellos, mal verspielt und filigran; aber immer mit Groove und Fuss-Wipp-Garantie.

Die Komponistinnen gehören zu den erfolgreichsten Bigbandleaderinnen weltweit: Maria Schneider wird fuer ihre Kompositionen mit Preisen nur so überschuettet: bereits 1995 wurde sie fuer den Grammy nominiert, zehn Jahre spaeter gewann sie ihn. Vom renommierten Down-Beat-Magazin wurde ihre letzte CD als "Jazz Album of the Year" ausgezeichnet.

Carla Bley kann getrost als die Grand Dame der amerikanischen Bigbandszene bezeichnet werden. Seit ueber 40 Jahren ist sie im Geschäft. Neben der Arbeit mit ihrer Bigband ist sie vor allem durch die Komposition der Oper "The Escalator over the Hill" bekannt geworden.

Enjoy! :)

Carla Bley

Carla Bley kann getrost als die Grand Dame der amerikanischen Bigbandszene bezeichnet werden. Seit über 40 Jahren ist sie im Geschäft. Neben der Arbeit mit ihrer Bigband ist sie vor allem durch die Komposition der Oper "The Escalator over the Hill" (1971) bekannt geworden. Ihr langjähriger Saxophonist Andy Sheppard sagt: "Die Sache mit Carla ist, du eine Note bekommst, die du über drei Takte oder so halten sollst. Aber die Note ist so fantastisch, und du kannst es tatsächlich fühlen, dass sie innerhalb eines Akkords wichtig ist. Das ist eine wirklich erfreuliche Erfahrung."  
 

Maria Schneider

Geboren in Windom, Minnesota war die   Karriere als Komponistin und Bandleaderin sicherlich nicht vorgezeichnet. Schon früh bekam sie Theorieunterricht, studierte dann Musiktheorie und Komposition. Sie arbeitete mit Bob Brookmeyer zusammen, komponierte Filmmusiken und arrangierte für Gil Evans und Sting. Anfang der Neunziger gründete sie ihre eigene Band, das Maria Schneider Orchestra, das schnell zu einer festen Größe der New Yorker Bigbandszene wurde. Für ihre Kompositionen wird sie mit Preisen nur so überschüttet: bereits 1995 wurde sie für den Grammy nominiert, zehn Jahre später gewann sie ihn. Vom renommierten Down-Beat-Magazin wurde ihre letzte CD als "Jazz Album of the Year" ausgezeichnet.
www.mariaschneider.com

Hans-Peter Salentin

Musiker, Autor, Komponist, Yamaha Rec. Artist, Professor an der Hochschule für Musik in Würzburg und ganz nebenbei "einer der besten Trompeter der heutigen europäischen Szene" -meint Bill Dobbins, langjähriger Leiter der WDR-Bigband; das ist Hans-Peter Salentin.
Die Liste derer, mit denen HPS musizierte liest sich wie das "who is who" des Jazz: dort steht James Carter neben Chick Corea, Branford Marsalis neben John Scofield. Daneben hat HPS Bigband-Workshops in Deutschland, Tschechien, Niederlande, Belgien, Schweiz und Polen geleitet. Ein "Workaholic", wie er von sich selbst sagt, der bereits sieben CDs unter eigenem Namen aufgenommen hat. Riesig auch die Liste von CD-Produktionen, bei denen HPS mitgewirkt hat.
Sollte Ihnen sein Gesicht bekannt vorkommen: HPS ist ständiger Gast der ARD-Showband in der Harald-Schmidt-Show.
www.hp-salentin.com

Hans-Peter Salentin hat uns bei der Vorbereitung des "harten" Materials optimal unterstützt ...

Homepage und Hans Peter bei MySpace 

 

Konzerte

  • 24.11.06 in Gießen im Theater JuKS
  • 26.11.06 in Marburg in der Waggonhalle
  • 03.12.06 in Rüsselsheim im Rind
 

Das Programm

1. Bird Count (Maria Schneider)
Maria Schneiders musikalische Verbeugung vor Charlie „Bird“ Parker und Count Basie.

2. Tork´s Cafe (Maria Schneider 1996)
Ein Truckstop, irgendwo im Mittleren Westen der USA in dem Maria Schneider kellnerte, inspirierte sie zu diesem Titel.

3.  Fast Lane (Carla Bley)
Mit Carla Bley geht es auf die Überholspur: fasten your seat belts, please!

4. Permanent Wave (Carla Bley)
Nicht die perfekte, die permanente Welle ist der Traum von Carla Bley. Ob es sich hierbei um eine Dauerwelle handelt, muss trotz härtester Recherchen ungeklärt bleiben...

5. Tijuana Traffic (Carla Bley)
Tijuana wird manchmal als die Mischung der guten und schlechten Seiten Mexikos bezeichnet. Wir nehmen Sie mit in den Strassenverkehr der Grenzstadt: fröhliches Treiben, ein Unfall, eine Beerdigung – Das Leben geht weiter.

6. Wyrgly (Maria Schneider)
Original-Beschreibung von Maria Schneider: „Ein Monster, dessen Metamorphose sich aus hypnotischem Dampf zu einer Verkörperung wird,  dessen Gliedmaßen wild um sich schlagen. Im letzten entscheidenden Moment verschwindet es.“

Pause

1. One Way (Carla Bley)
Nicht in eine Einbahnstraße, sondern ins zweite Set weist dieses Stück. Gradlinig, schnörkellos, schön.

2. Lately
Straight ahead mit Sax-Soli; Maria Schneider mutmaßt: „probably the only one I´ve written”.

3. Beads (Carla Bley)
Carla Bley betet den Rosenkranz. Vermutlich sortiert sie die Perlen in Dreiergruppen...

4. My Lament (Maria Schneider 1990)
Wehklagen können so schön sein.

5. Dance You Monster To My Soft Song (Maria Schneider)
Inspiriert von einem Gemälde Paul Klees, auf dem ein kleines Mädchen das große Monster mit seiner Musik beherrscht. Soft? Das muss das kleine Mädchen, das Monster oder Sie entscheiden!

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