Ein Orchester, das Jazz spielt? Mit Streichern, Hörnern und Triangelspieler? Nein! Aber warum heißt es dann Orchester und nicht Bigband? Ganz einfach: Bigband steht für eine Tradition, die in Richtung Tanzmusik der vierziger Jahre geht. Schwülstige Ballsäle, Plüschmöbel und schummeriges Licht sind aber heute nicht mehr die Orte, in denen Bigbandmusik gespielt wird. Heute sind es Konzertsäle und Jazzclubs, in denen das Publikum nicht zum Tanzen, sondern zum Zuhören kommt. Und da passt die Bezeichnung.
Das mjo versteht sich somit als Projekt für begeisterte versierte Jazz-Amateure und Profis, "alte Hasen" und Nachwuchstalente aus Hessen und Umgebung, in dem moderne Bigband-Literatur erarbeitet und konzertant präsentiert wird.
Kleine Geschichte des marburgjazzorchestra*
Angefangen hat alles 2004. Damals war es die Idee, zum 100. Geburtstag von Count Basie eine Tribute Bigband ins Leben zu rufen. Eine handvoll Proben, zwei Konzerte und eine CD waren die Ausbeute -und der bleibende Eindruck bei allen mitwirkenden Musikern: Das ist die Art, in der so eine große Band funktionieren kann. Hochmotiviertes und versiertes Personal, eine klare musikalische Ausrichtung, eine begrenzte Probenzeit und besondere Konzerte, auf die es sich lohnt hinzuarbeiten. Ende 2005 beginnen dann die Planungen für das Projekt "Tijuana Monster - The Music of Carla Bley and Maria Schneider". Eine erste Probe findet im Februar 2006 statt. Noch ist nicht klar, ob sich das Orchester diese Aufgabe zutraut, aber nach der Probe ist die Meinung klar - Wir schaffen das! Eine erfolgreiche und in der Presse gefeierte Konzertreihe (siehe Presse) inklusive zweiter CD-Aufnahme sind das Resultat.
Im Dezember 2007 gründet sich zur organisatorischen Rahmung des mjo der "Marburger Verein zur Förderung zeitgenössischer Bigband-Musik", der mittlerweile im Vereinsregister eingetragen und dessen Gemeinnützigkeit anerkannt ist.
Es folgt das Benefiz-Kurzprojekt "mjo adventures", ein Adventskonzertspaß, der mittlerweile regelmäßig die Adventszeit in Marburg swingend bereichert (2007, 2009, 2011).
2008 steht im Zeichen der Komponisten Bob Mintzer und Bob Brookmeyer, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Star-Trompeter Hans-Peter Salentin wird fortgesetzt.
2010 fokussiert sich das mjo auf exquisite neue Bigband-Literatur aus Deutschland und bastelt das Konzept "big german band". Als Bandleader und Solo-Posaunist gewinnt das Orchestra in Deutschland lebenden/lehrenden Musiker Allen Jacobson. Das sehr erfolgreiche Konzertprojekt begeistert nicht nur an den bewährten Spielorten, sondern wird in 2011 auch auf zwei Festivals (Mainz, Amöneburg) präsentiert. Da die Bandbreite spannender deutscher Bigbandliteratur mit einem Konzertprogramm noch bei Weitem nicht ausgeschöpft ist, entschließt sich das mjo das erfolgreiche Konzept in einer Vol.2-Version in 2012 mit brandneuen Stücken und erstmalig einer eigens fürs mjo erstellten Komposition neu aufzulegen.
Das Orchestra, Besetzung 2008Stefan Koch (alto sax, soprano sax, clarinet, flute), Katharina Balkenhol (alto sax, soprano sax, clarinet), Robin Baeumner (tenor sax, clarinet, flute), Eugen Balzer (tenor sax, clarinet), Armin Weis (baritone sax, bass-clarinett); Mathias Schmidt (trumpet, flugelhorn), Patrick Mueller (trumpet, flugelhorn), Heidi Bayer (trumpet, flugelhorn), Alexander Fitzen (trumpet, flugelhorn), Nicolas Grebe (trumpet, flugelhorn); Matthias Ungerer (trombone), Nico Linde (trombone), Gordian Schweitzer (trombone), Stefan Heister (bass trombone); Axel Kaapke, Malte Bogner (piano, synth), Andreas Völck (guitar), Michael Will (bass), Stefan Tuntke (drums) Gastsolist: Hans-Peter Salentin (trumpet) |
Das Orchestra, Besetzung 2010Stefan Koch (alto sax, soprano sax, clarinet, flute), Katharina Balkenhol (alto sax, soprano sax, clarinet), Robin Baeumner (tenor sax, clarinet, flute), Eugen Balzer (tenor sax, clarinet), Willi Genßler (baritone sax, bass-clarinett, flute);
Mathias Schmidt (trumpet, flugelhorn), Patrick Mueller-Nolte (trumpet, flugelhorn), Heidi Bayer (trumpet, flugelhorn), Alexander Fitzen (trumpet, flugelhorn),
Nicolas Grebe (trumpet, flugelhorn);
Matthias Ungerer (trombone),
Jürgen Hartz (trombone), Nicole Ebser (trombone), Jonas Fischer (bass trombone);
Axel Kaapke (piano), Daniel Scholz (guitar), Alexander Reuß (bass), Stefan Tuntke (drums)
Gastsolist, Leitung: Allen Jacobson (trombone)
Das Orchestra, Besetzung 2006Stefan Koch (alto sax, soprano sax, flute), Katharina Balkenhol (alto sax, soprano sax), Robin Baeumner (tenor sax, soprano sax), Eugen Balzer (tenor sax), Daniel Schroeder (baritone sax); Mathias Schmidt (trumpet), Patrick Mueller (trumpet), Alexander Fitzen (trumpet), Nicolas Grebe (trumpet); Matthias Ungerer (trom-bone), Nico Linde (trombone), Juergen Hartz (trombone), Jonas Fischer (bass trombone); Axel Kaapke (piano), Christian Schiller (guitar), Benjamin Schaefer (bass), Stefan Tuntke (drums) Gastsolist: Hans-Peter Salentin (trumpet) |